Ist ein Kamin zu klein dimensioniert, schafft er es nicht, alle Abgase abzutransportieren: Es kommt zu Rauchgasstau und im schlimmsten Fall zu Austritt von Rauch und Kohlenmonoxid in den Aufstellraum – eine akute Vergiftungsgefahr. Außerdem kann ein zu enger Kamin die Feuerstätte beschädigen (durch Hitzestau) oder ständig zu Störungen führen. Ist der Rauchfang überdimensioniert (zu groß/querschnittsstark), entsteht Zugmangel: Das Feuer brennt schlecht, es kann beim Anheizen zu Rauch im Zimmer kommen, weil der Schacht nicht „zieht“. Zudem kühlen die Abgase stark ab, was zu Kondensation im Inneren führt. Die Folge ist Versottung des Mauerwerks und Tropfwasser, das bis in den Keller laufen kann. Langfristig nimmt ein versotteter Kamin Bauschäden (zerbröselnder Putz, Geruchsbelästigung) und kann seine statische Festigkeit einbüßen. Kurz gesagt: Falsch dimensioniert bedeutet unsicherer Betrieb, Schäden am Kamin und ggf. an der Feuerstätte, sowie nicht genehmigungsfähig. Deshalb schreiben die Vorschriften eine genaue Berechnung vor, um solche Fälle zu vermeiden.